(K)ein Abschied

Ihr wunderschönen Menschen, die ihr immer noch hier seid. Ihr habt bestimmt gemerkt, dass ich mit meinem Blog nie so richtig warm geworden bin. So ganz habe ich nicht hierhergepasst, mit meinem bunten Leben, zu diesem Blog, der mich nur so einseitig darstellt. Es war wundervoll zu schreiben, und ich habe mich über eure Kommentare So! Sehr! Gefreut!

Und darum würde es mich unheimlich freuen, wenn ihr mit mir mitkommt:

Zu meinem neuen Ort, ein Ort an dem ich hoffentlich auch bleiben kann. Ein Name, der Ausdrückt, wie ich mich fühle, tagein tagaus, mit Themen die mich beschäftigen. Es wird weiterhin um unser Baby gehen, um das Studium und um meine Familie. Gleichzeitig möchte ich aber auch meinen anderen Dingen mehr Platz einräumen: Hier schreibe ich auch übers Nähen, übers Basteln, über allerlei Gedanken. Vielleicht auch mal ein Rezept oder eine Empfehlung. Ja, manchmal schreibe ich sogar Gedichte.

Ich hoffe ihr schaut einmal vorbei. Ich hoffe euch gefällt was ihr seht, und ihr findet mich wieder. Hier jedenfalls schließe ich die Türe- Wir sehen uns drüben! (Jetzt habe ich übrigens sogar Instagram und Twitter! 😀 )

—— Tretet ein! ——

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Mein Leben in Hochsensibel

Jetzt haben sie also einen Namen, die Gedanken, die sich nicht abschalten lassen, die Gedanken, die wie Worte vor meinem Auge erscheinen, wie schwarze Tinte auf weißem Papier, wie gesprochene Sätze in die Stille. Die Gedanken, die kreisen, sich festsetzen, als kleine Gedankenfetzen, denen ich Boden gebe, sie nähre mit meiner Unsicherheit, nähre mit der Wiederholung und Aufmerksamkeit, die sie nicht gewohnt sind. Die Fetzen, die zu ausgewachsenen Gedanken werden,weiters zu Strukturen.  Denkstrukturen, Strukturendenken, sodass ich sie bereits erkenne am kleinsten Zipfel ihres Wesens, am kleinsten Schimmer, am Streifen dieses Gedankens, der sich einen Platz in meinem (Un)Bewusstsein gesichert hat.

Nun haben sie also einen Namen, die Gefühle, die zäh und dickflüssig mein Leben bestimmen. Die, wie zu dickes Blut durch meine Adern fließt und mich lähmen, mir ganze Tage rauben, gar Wochen, in denen ich nichts kann als mich ihnen hinzugeben, mich von ihnen lähmen zu lassen, bereitwillig, wie ein krankes Tier, das um Erlösung bittet. Jetzt kann ich sie also benennen, die Gefühle, die ich nicht einfach ignorieren kann, die ich nicht mit Vernunft wegdenken kann, obwohl ich denn weiß, dass sie nie so groß sind, wie sie im Moment scheinen. Obwohl ich weiß, dass sie die Aufmerksamkeit nicht verdient haben, obwohl ich sie kenne, seit Jahren schon, sie mir erscheinen wie alte Freunde, die man nicht mag, wie die dicke Tante, die dir in die Wange kneift und von ihrer Hüfte erzählt, stundenlang, und dabei Gase aus ihrem Verdauungstracht drückt, die einem die Nase zukleistern wollen, vor der du sitzt, wie das kleine Kind, dass du nicht mehr bist, als wäre es unhöflich einfach zu gehen.

Nun hat es also einen Namen, das Chaos, dass in meinem Kopf herrscht, als Mischung aus Gefühlen, Gedanken, Terminen, Wünschen und Vorstellungen, das Chaos, das mich To-Do listen wieder und wieder schreiben lässt, und immer noch fragend davor stehe, Angst habe etwas zu vergessen, und mir auch nach mehrmaligem überprüfen  keine Chance lässt einen Überblick über meine Angelegenheiten zu bekommen. Nun kann ich es also benennen, den Lärm in meinem Kopf, der mich Musik abstellen lässt, leiser schalten, auch solche, die ich mag, um etwas Ruhe zu bekommen, um mich konzentrieren zu können, um weitermachen zu können, ohne mich in meinem Bett zu verkriechen, ohne das Licht ausschalten zu müssen, um auch diese Sinneseindrücke auszuschalten, um mir etwas Reizarmut zu schaffen.

Nun haben sie also einen Namen, die Stunden voll kindlicher Freude, die laute Musik in meinem Ohr, das tanzen und singen mitten unter Tags, mitten auf der Straße. Nun hat sie einen Namen, die Freude, die ich empfinde, die mir meinen Bauch kitzelt, die ein Feuer entfacht, die mich springen lässt – springen, im wahrsten Sinne des Wortes. Die mich laufen lässt, aus dem Nichts kommend, mich lachen macht, und frech sein, wie ein Kind. Mich eine Leichtigkeit spüren lässt, als wäre Sommer, ein Sommer mit tausend Nächten, die nur uns gehören.

Nun hat er also einen Namen, der Blick für die Dinge, die die meisten übersehen, für schöne Fotos, kleine Texte. Unstimmig – und Stimmigkeiten, der Blick für das Leben, die Schönheiten, die mir so viel Wohlbehagen schenken, an grauen Tagen, die mir den Geruch des Regen und die Farben des Schnees beschert. Nun kann ich ihn also Benennen, diesen Blick, und das Gespür, für Menschen und Situationen, das Gespür für deren Empfinden, das Gespür für die richtigen Worte, das mir geschenkt ist, für Räume und Situationen, das Gespür, das tief in meinem Bauch liegt, und auf das ich mich immer verlassen kann.

Nun weiß ich woher sie kommt, diese Liebe, die so tief in meinem Herzen wohnt, die Liebe für meine Freunde und Familie, diese tief empfundene Harmonie und Wärme beim Gedanken an sie. Nun weiß ich woher sie kommt, diese Liebe, die ich selbst für Gegenstände und Situationen empfinden kann, die Worte wie Taten, Blicke und Gedanken hervorrufen können, ohne dass es ihre Intention war. Die Liebe, die mir das Leben so lebenswert macht, die mir die Gewissheit gibt, dass alles so ist wie es ist, auch an den grauen Tagen, auch in all dem Chaos mit der dicken Tante am Schoß.

Nun hat sie also einen Namen, die Empfindamkeit, die ich immer als normal empfunden habe. Die mein Leben so bunt und hell macht. Auf die ich mich verlassen kann, wie auf nichts anderes. Oh Freunde, ihr auch? Früher hab‘ ich mich mit dieser Gabe so alleine Gefühlt. Schön, dass ich es nicht bin.

6 Wochen No

Jetzt bist du schon 6 Wochen alt, und die Zeit rast einfach weiter. Du bist seit deiner Geburt 8 cm gewachsen, hast 1 Kilo zugenommen. Du bist eine ganz schöne Riesin, und das meine ich nicht nur körperlich. Du lässt uns so viel durchgehen, deinen Papa und mir, die unseren Alltag weitestgehend fortsetzen. Jetzt bist aber du dabei. Und du bist nicht nur dabei, du bist mittendrin. Und du bist uns voraus, jeden Tag. Wenn ich nachmittags uni habe ist es als würdest du es spüren, und bist Vormittags viel wach. Die Zeit auf der Uni genießen wir beide. Wenn du schläfst holt dich meistens jemand ab und geht mit dir nach draußen, frische Luft schnappen. Dabei ist es immer jemand den du kennst – dein Papa oder deine Großeltern. Wenn du aufwachst sind die meist schon wieder zurück – du bleibst deinem 3 Stunden Schlafrhythmus treu. Dann nehme ich dich zu mir in den Hörsaal. Du bekommst zu trinken, und alle Studenten bestaunen dich. Ich mag das. Wenn ich mit dir hineinkomme, und sich die Köpfe nach dir umdrehen. Wenn sie mir verstohlene Blicke und ganz offene Lächeln zuwerfen, weil du so laut und zufrieden schmatzt während dem trinken. Wenn sie kichern, weil du Lautstark in die Hose machst und anschließend selig vor dich hin gluckst und seufzt. Ich mag das, weil du genau das bist: Besonders. Einzigartig. Großartig. Ich halte dich in meinen Armen, und habe so viel von dir, nehme dich in allen Feinheiten wahr, während ich dem Vortragenden erstmals zuhören kann ohne dabei in Handy oder Computer zu versinken.

Du weinst sehr selten. Manchmal, wenn der Busen nicht schnell genug bereitsteht, und du schon Hunger hast. Oder wenn ich in der Nacht nicht recht aufwachen will, und beim liegend stillen meine Brust auslasse, sodass sie dir aus dem Mund rutscht. Manchmal, wenn du Bauchweh hast, oder die Reize der letzten Tage zu viel waren, und du nicht rechtzeitig in den schlaf gefunden hast. Meist lässt du dich sehr leicht beruhigen, nur wenn das Bauchweh ganz gemein ist, oder der Tag schon sehr lange war, dann brauchst du ein bisschen länger. Dann gehen dein Papa und ich in der Wohnung umher, halten dich in unseren Armen, und du erzählst uns von deinem Tag. Ich muss mich manchmal zurückhalten dich nicht gleich in die Federwiege zu legen – ich weiß, dass du dort gleich aufhörst zu schreien – aber manchmal glaube ich, ist es gut, wenn du spürst, dass wir da sind, und du dich lautstark beschweren kannst. Nur, wenn du dich in einen Schreikrampf steigerst, und nicht mehr aus dem weinen findest, dann legen wir dich hinein. Zwei mal gewippt – und der spuk ist vorbei. Du bist aber kein hysterisches Kind, und das war bisher nur wenige male nötig.

In der 4. Woche hattest du deinen ersten Schub, und jeden Abend geweint. Das haben wir vorher gar nicht gekannt, und danach war es auch wieder vorbei. Seither hast du deine Stimme entdeckt und machst entzückende Geräusche.  Du nuckelst an deinen Fingern, nicht mehr an der ganzen Faust. Und du lächelst. Du hast so ein wunderschönes lächeln, dass mir mein Herz übergeht und alles um mich herum an Bedeutung verliert. Du lächelst aber nicht wahllos, sondern direkt in unsere Gesichter, in unsere Herzen.

Die meisten Nächte sind sehr ruhig. Du schläfst sehr flott ein, oft direkt nach dem Stillen. Wenn du noch nicht müde bist, dann liegst du zufrieden in unserem Bett, brabbelst vor dich hin und nuckelst am Schnulli oder deinen Fingern. Wir können dann hinaus gehen, und du schläfst irgendwann alleine ein. An manchen Abenden brauchst du aber auch mehr Zuwendung. Gottseidank zeigst du uns das deutlich. Du bist dann unrund, und motschgerst ein bisschen. Außerdem habe ich dich im Verdacht, dass du dann ganz gezielt deinen Schnuller oft hintereinander ausspuckst, damit wir immer wieder ins Schlafzimmer kommen. Wenn ich mich dann zu dir ins Bett lege ist der spuk schnell vorbei uns wir schlafen gemeinsam ein. Anfangs hast du in der Babybay geschlafen, aber zuletzt warst du dort sehr unruhig. Seither liegst du bei uns, ganz nah an mir. In der Früh lege ich dich dann zwischen deinen Papa und mich, und er bekommt auch noch seine Portion von dir ab.

Du liegst gerne im Kinderwagen und bist gerne im Tragetuch. Du schläfst in der Nonomo, im Bett, im Arm. Du schaust, und gähnst und lachst. Deine kleinen Beinchen strampeln sich aus dem Strampler, sodass sie im Bauchraum landen, du liebst es gebadet und gewickelt zu werden. Wenn dein Papa für dich singt, dann schaust du und lachst. Man kann die Uhr nach deinem Durst stellen, sodass wir unsere Tage, die sehr voll sind, gut planen können. Deine Fingerchen halten sich an unseren fest, du drehst dich schon auf die Seite, und hältst deinen Kopf schon minutenlang. Dabei schaust du mit offenen Augen und offenem Mund durch die Gegend. Du bist schon so groß, dass es mir absurd vorkommt, dass du erst 6 Wochen alt bist. Es ist erstaunlich was dein Körper und Geist jeden Tag leisten. Ich hoffe wir werden dem irgendwie gerecht.

 

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Ein ganz neues Leben

So viel Liebe.

Viel hat sich getan seit der Geburt unserer Maus. Wir haben sie das erste Mal ansehen dürfen, dieses Mädchen, dass wir vorher schon dachten zu kennen. Das kleine Gesicht, und die Hände, die uns im ersten Moment so fremd waren. So schwer habe ich mir getan die beiden Kinder irgendwie geistig zusammen zu bringen. In den ersten Tagen hat sie so viel geschlafen. Ging durch so viele Hände. Alle Omas, Opas, und schließlich auch alle Onkel und Tanten wollten sie kennen lernen. Die Taufpatinnen und andere ganz wichtige Freunde von uns. Und wir haben sie hergegeben. So friedlich schläft sie, als wäre es ihr egal in welchen Armen – und trotzdem. Bei T und mir ist sie Zuhause. Da lässt sie sich fallen. Das ist für mich ein absolutes Wunder- woher schließlich weiß dieses kleine Ding, dass ich seine Mama und T ihr Papa ist, woher weiß sie, dass sie nicht weinen braucht, dass sie alles bekommt was sie benötigt?

Aber wieder einmal ist sie uns da voraus. Man sagt Neugeborene erkennen ihre Mutter gleich nach der Geburt – ich frage mich ob Mütter ihr eigenes Baby gleich erkennen würden, ohne es vorher gesehen zu haben? Aber ich schweife ab. Es ist wunderbar, wie sicher sie sich bei uns fühlt. Anfangs hat mich diese Liebe, diese grenzenlose Liebe schlicht überfordert. Genau die gleiche Intensität, die ich für T. empfinde plötzlich noch einmal zu spüren, einfach so, wie damals, als er in mein Leben getreten ist – da war sie auch einfach da. Und wieder verschiebt sie all meine Prioritäten, all meine Ziele und Wünsche. So vieles erscheint völlig nichtig, wenn No in meinen Armen liegt und im Schlaf lächelt.

Ich weiß gar nicht wohin vor lauter Liebe,

Dachte ich mir gestern, als sie bei mir am Bauch eingeschlafen ist, und ich ihr kleines seufzen und brabbeln im Hals gespürt habe. Da ist es mir wieder eingefallen, das Gefühl, die Worte, die ich zu T so oft gesagt habe, damals, als wir noch nicht zusammen waren. In den Monaten, als ich neben ihn stand, und nur in seiner Nähe sein wollte, seine Hand halten, seinen Blick einfangen. Ich weiß gar nicht wohin vor lauter Liebe, haben wir oft gesagt, und tatsächlich nicht gewusst was wir miteinander anfangen sollten, so gebeutelt und geschüttelt von unseren Gefühlen.

Jetzt ist No da, und wieder weiß ich nicht wohin mit mir. Ich möchte sie den ganzen Tag nur anschauen, da spüre ich, wie der Stolz und die Liebe in meiner Brust zu schwelen beginnen, und ich unruhig werde. Nicht weiß, wie ich meine Gefühle ausdrücken soll, wie ich ihr das je sagen kann. Dann sehne ich die Tage herbei, an denen sie schon groß ist, und ich sie in den Arm nehmen kann, und ihr erklären kann, was sie für mich bedeutet. Im nächsten Moment ergreift mich ein Weltschmerz, mit jedem Tag der vergeht, weil ich ihn nicht einfangen kann, nicht festhalten, und außer Fotos, Gefühlen und Erinnerungen wird uns nichts von diesen wundervollen ersten Tagen bleiben. Vielleicht ist es auch noch ein bisschen der Babyblues, der da mitspielt.

Und die Großeltern

Ich fühle mich meinen Eltern so nahe, bekomme Heimweh, wenn ich sie länger als einen Tag nicht höre oder sehe. Möchte mich bei Mama und Papa verkriechen, die jetzt Oma und Opa sind, und die Kleine schon jetzt vergöttern, auf ihre ganz eigene Art und Weise. Mama bessert gerne aus. Möchte, dass wir alles richtig machen. Hat Angst, dass ihr zu warm oder zu kalt ist, möchte sie am liebsten den ganzen Tag im Arm halten. Gerät in Entzücken über ihr seufzen, und sagt immer wieder, wie perfekt sie ist. Papa lässt uns machen, nimmt sich zurück. Nimmt sich auch im tragen zurück, weil er verkühlt ist. Achtet darauf, nicht in ihre Richtung zu husten, auch wenn er ganz weit weg sitzt. Und wenn er sie hält, dann ist von dem coolen, unnahbaren Kerl nichts mehr zu sehen. Er kitzelt sie an der Nase, erklärt ihr die Welt. Es ist so schön zuzusehen.

Gleichzeitig fühle ich mich so kleinlaut bei dem Gedanken, dass sie vor einigen Jahren genau so waren wie wir jetzt. Glücklich, jung, ein kleines Mädchen zuhause –  später ein zweites. Der Gedanke, dass sie für mich so empfunden habe wie wir für No, und dass No eines Tages vielleicht so viel auf mich halten wird wie ich auf die Beiden erfüllt mich mit zweierlei: Stolz und Bescheidenheit. Ich bin froh, dass sie vier so tolle Großeltern hat mit denen sie noch ganz viel Zeit wird verbringen können.

Geburtsschmerz

Die Geburt habe ich nicht vergessen, aber langsam finde ich meinen Frieden damit. Manchmal tauchen noch Zweifel an mir auf, ich frage mich, ob ich es ohne Hilfe geschafft hätte, und der Gedanke, dass nicht beschämt mich dann ein bisschen. Gerne hätte ich die natürliche Geburt ohne Krankenhaus und Medikamente hin bekommen, gerne könnte ich von mir behaupten, dass mein Körper das ohne Hilfe geschafft hat. Und doch: es war unser Weg, es war No’s weg. Sie hat ihn sich ausgesucht und das habe ich zu respektieren.

Auch die Physischen Narben verheilen, und ich merke, wie ich von Tag zu Tag fitter werde. T ist derzeit arbeiten, und wir spielen uns zuhause ein. Schon gehen wir spazieren und unser Tag nimmt langsam ein bisschen Struktur an.

Die Struktur

No schläft Nachts durch.

Hihi, nö. Aber sie ist toll. Sie schläft zwischen 21 und 23 Uhr ein, und dann immer so 3 Stunden am Stück. Dann wird kurz gestillt und wieder hingelegt. Meist ist es zwischen 6 und 8 Uhr dann mit der Ruhe vorbei und der Bauch drückt ganz schlimm. Sie weint sehr wenig, redet nur vor sich hin, raunzt ein Bisschen, und kommt dann schlecht zur Ruhe. Vormittags quengeln wir uns ein Bisschen durch die Gegend, zwischen Stillen und schauen und quatschen und drücken. Den Nachmittag verschläft sie dann in der Federwiege oder im Tragetuch bei einem Spaziergang. Abends ist sie dann oft sehr unzufrieden, die Hebamme sagt das sei normal – weil am Abend oft weniger Milch produziert wird. Außerdem drückt der Bauch dann ganz besonders.

Schauen ist ganz toll, und Lächeln im Stillkoma. Sie kann auch schon einfache Grimassen nachmachen, wie Mund aufmachen und Zunge rausstrecken. Den Kopf hält sie wie eine Große, und sie drückt sich mit dem Handrücken sogar schon den Schnulli ins Gesicht, damit er nicht rausfällt. Ganz große Liebe.

Die Uni

Die Uni geht leider nächste Woche schon wieder los, gleich volle Kanne mit Test und Abendveranstaltungen. Die kleine Maus wird mit Begleitung mitkommen, und in der Zeit vor dem Hörsaal warten. Zum Stillen komm ich dann hinaus, falls es nötig ist. Begleitung wird abwechselnd der Papa / Die Oma und die Schwester sein. Nach 2 Wochen zwar sehr früh, aber es geht nicht anders-  geplanter Weise wäre sie ja jetzt auch schon ein Monat alt und ich könnte langsam anfangen abzupumpen.

Wir sind gespannt auf die nächste Zeit, T wird viel Zuhause sein, weil das mit Teilzeit geklappt hat. Wir freuen uns so, er fühlt sich so wohl in der Arbeit und hätte sonst kündigen müssen. Und für mich heißt das es gibt ganz viel Familienknautsch und Unterstützung! ❤

Auf Bald!
Ganz viel Liebe,

Muckelotte

Momentaufnahmen | Geburtsbericht

13.10.15, Vormittag

Noch immer nichts. Er und ich warten sehnsüchtig auf ein Zeichen dass es los geht. Wir haben alles probiert, jeden Cocktail jedes Geheimrezept, nur keinen Rotwein. In der Früh fahren wir zum CTG ins Krankenhaus, wir kommen zu spät, wollten es uns aber nicht nehmen lassen noch einmal frühstücken zu gehen. Dort treffen wir H., unsere Hebamme. Sie wollte nach dem CTG dazu kommen, durch unsere Verspätung geht sich aber aus, dass sie dabei ist. Das war gar nicht schlecht. Sie berät sich mit einer lieben Hebamme, und beharrt darauf, dass eine Einleitung noch nicht nötig ist. Vielleicht beharre auch nur ich darauf, ich kann es nicht mehr genau sagen. Wie immer ist das CTG optimal, auch der Ultraschall sieht gut aus. Die Kleine hat noch genug Fruchtwasser, nur die Plazenta ist schon recht verkalkt. Ich bespreche mich mit H. und der Ärztin, und wir gehen auf Reverse nach Hause. Heute sind wir 11 Tage über dem errechneten Termin. Ich möchte ihr die Zeit geben die sie braucht, auch wenn alles in mir danach schreit diese Schwangerschaft zu beenden. H. kommt noch mit nach Hause und macht noch eine Eipollösung, die Ärztin im Krankenhaus hat am Tag zuvor bereits eine gemacht. Dann fährt sie nach Hause. Sie ist zuversichtlich. Zumindest möchte ich das glauben.

13.10.15, Nachmittags

Wir sind noch spazieren gegangen, und wollen einmal noch essen gehen. Mit der Ubahn fahren wir in die Stadt. In dem Lokal waren wir schon einmal, damals waren wir noch nicht zusammen, aber es war klar, dass es nur noch eine Frage der Zeit war. Die Kellnerin lächelt mich an und fragt wann es so weit sei. Anschließend erzählt sie mir, dass sie eine Einleitung hatte, und das alles andere als schön war. Ich beende das Gespräch, T. hält meine Hand und sieht mich liebevoll an. Wir machen Scherze. Unser Essen kommt, ich bin zufrieden mit dem was ich bestellt habe- ganz anders als sonst esse ich nicht die Hälfte seiner Portion und lasse meine stehen. Der Burger drückt mir ein bisschen in den Magen, ich trinke T.s Apfelsaft aus. Ich bemerke ein Ziehen im Rücken, dass regelmäßig zu sein scheint. Ich Frage mich ob das Wehen sind, da mein Bauch dabei nicht hart wird, wie bei den Übungswehen.

13.10.15, Abend

Das Ziehen ist den gesamten Heimweg über wieder gekommen. Am Weg steigen wir aus und holen uns 10 Globuli ab, die ich heute und bei Bedarf morgen nehmen soll. Im Wartezimmer ist es warm und ruhig, T. und ich merken wie müde wir sind.

Zuhause nehme ich die Globuli, aber das Ziehen ist verschwunden. Wir sind beide so enttäuscht, auch T., der endlich auch etwas weinen muss. Er sagt er möchte stark sein, dabei ist er der einzige der mir in den letzten Wochen Halt gegeben hat. Auch wenn er selbst traurig ist. T. schläft am Sofa fast ein. Es ist halb 8. ich wecke ihn, wir sollen noch bis 9 wach bleiben, sonst würden wir die halbe Nacht wach liegen. Wir gehen ins Stiegenhaus. T. sieht auf die Uhr, ich beginne Treppen zu steigen. Wir müssen lachen. Ich muss viel schnaufen. Anfangs bin ich sehr motiviert, hüpfe die Stufen hinunter, bald merke ich wie anstrengend es ist. 20 Minuten lang. T. steht im Halbstock und ist einfach da.

Wir spielen Jolly, dazu gibt es den letzten Trick- und für mich einen Schluck Whiskey. Rotwein haben wir nicht. Der Schluck ist so klein, aber ich muss ihn trotzdem über eine halbe Stunde verteilt nippen, weil er mir zu stark ist. Ich werde entspannter. Es ist etwa 21 Uhr.

T. und ich spielen noch immer Jolly, aber ich kann mich nicht gut konzentrieren, weil das Ziehen wieder gekommen ist. Ich traue mich noch nicht auf die Uhr zu schauen. T. sage ich noch nichts. Er gewinnt jede Partie.

Um 22 Uhr kommen die Wehen noch sehr leicht, aber etwa alle 7 Minuten. Um Mitternacht versuche ich den Warmwassertest. Die Wehen werden nicht stärker, aber auch nicht schwächer. T. ist nervös, er merkt, dass es diesmal anders ist. Als ich aus der Dusche komme, räumt er gerade das Wohnzimmer um. Ausgerechnet jetzt. Ich sage ihm er soll damit aufhören und runter kommen. Er wirkt zerstreut, will sich rasieren gehen.

Langsam findet er wieder in seine Mitte, und arbeitet die To-Do Liste ab, die wir geschrieben hatten. Wohnung aufräumen, Katzen versorgen, etc. Er richtet unser Schlafzimmer schön her, stellt den Pool nach draußen. Musik und leichtes Licht. Ich veratme die Wehen am Pezziball, bringe mich richtig in eine Trance. Sie sind noch gut auszuhalten, aber werden immer häufiger. Um 2 Uhr rufen wir H. an , um ihr Bescheid zu geben. Die Wehen kommen alle 5 Minuten, sie sagt sie schläft noch ein wenig, wir sollen uns melden wenn sich etwas verändert.

Mittwoch, 14.10.15, morgens

T. ässt mir gegen 3 Uhr den Pool ein. Ich setze mich hinein, wir lachen in den Wehenpausen. Die Wehen werden jetzt immer stärker, alle 3 Minuten kommt eine. Zwischen den Wehen bleibt mir nur wenig Zeit, weil sie so lange dauern. Etwa 2 Minuten. T. ist bei mir, ich bin noch ganz klar. Es ist meine erste Geburt, ich glaube, es ist jetzt an der Zeit H. anzurufen. Sie sagt sie macht sich auf den Weg.

4 Uhr, H. ist da. Wir begrüßen uns, die Stimmung ist gut. die letzten Wochen war ich oft grantig auf sie und habe mich unverstanden und nicht gut begleitet gefühlt, aber wenn sie kommt ist sie immer so nett, dass ich es wieder vergessen möchte. Sie tastet meinen Muttermund, nach 2 Wochen vorwehen, und Wehen alle 3 Minuten in der Stärke hoffe ich auf eine gute Prognose. Unter 5 cm wäre ich enttäuscht, das ist mir klar. Ich erwarte ein überraschtes Gesicht, mit der Ankündigung, dass es gleich losgehen wird, aber H. spricht von 2-3cm.

Nach etwa 7 Stunden Wehen.
Ich bin bitter enttäuscht.
Das wird noch dauern.

Auch H. wirkt enttäuscht, erzählt mir zwar, dass alles ganz weich ist, aber ich merke, dass sie sich ärgert schon gekommen zu sein. Ab hier verwischt mein Zeitempfinden.


H. ist mit mir im Zimmer, T. hält ein Schläfchen am Sofa. Ich hätte ihn gerne bei mir, aber wir haben beide nicht geschlafen, aus Angst, dass die Wehen dann aufhören. H. massiert mein Kreuz, was den Schmerz erträglicher macht. Ich finde schwer in meine Mitte, merke, wie ich den Schmerzen ausgeliefert bin, die sich anfühlen, als würde mein Kreuz auseinander reißen. Wenn ich die Wehe nicht rechtzeitig nehme, wie eine Welle, dann schlägt sie mich umher und ich kann weder richtig atmen noch irgendetwas visualisieren. Dann kann ich nur auf die nächste warten und die Schmerzen irgendwie aushalten.


H. sieht alle 2 Stunden nach meinem Muttermund, der aber unerträglich langsam auf geht. Alle zwei Stunden höchstens 1 cm mehr. Mittwochs um 19:00 sind wir bei 7 cm, H. sagte bis 5cm dauert es einfach länger.


H. lässt uns wieder alleine, der Muttermund ist noch nicht weit offen, etwa 3 cm, sie weiß, dass sie noch Zeit hat. Mir ist das Recht, ich bin gerne mit T. alleine. Da fühle ich mich sicher, er unterstützt mich und ich kann mich ganz auf die Wehen konzentrieren.

Wir legen uns ins Bett, was den Schmerz zwar potenziert, aber wir müssen versuchen zu schlafen. Ich glaube es ist Vormittag. T. massiert mir bei jeder wehe mein Kreuz. Ohne ihn würde ich es nicht schaffen.

Zwischen den Wehen schlafen wir beide kurz ein, aber die Häufigkeit liegt immer noch bei 2-3 Minuten, was die Erholpausen sehr kurz macht.


H. kommt wieder, die Wehen waren jetzt so stark, dass ich sicher bin, es ist etwas weiter gegangen, doch ich werde enttäuscht. 3-4 cm. Wir haben jetzt 12 Stunden regelmäßige Wehen. Ich könnte heulen vor Enttäuschung. T. und ich gehen spazieren, etwa alle 5 Meter muss ich mich wo festhalten, um die Wehen zu verarmten. Der Schmerz sitzt tief im Kreuz und ist kaum noch zu ertragen. Meine Hoffnung schwindet. die ganze Zeit habe ich das Gefühl, dass sie bald wieder aufhören würden.

Ich glaube immer noch nicht an die bevorstehende Geburt.


Der Schmerz ist jetzt so permanent, dass ich kaum noch zwischen Wehe und Wehenpause unterscheiden kann. H. sagt mir immer, dass ich aufhören soll zu veratmen wenn sie vorbei ist, dass ich mich entspannen soll, aber mein Kreuz tut so weh, dass ich beim besten Willen nicht locker lassen kann. Der Hinweis ich soll mein Kreuz rund machen wird zu einem höhnischen spotten. Ich kann mit den Schmerzen unmöglich mitgehen, verkrampfe mich wenn ich die wehe kommen spüre. H. sagt mir ich soll mich ins Bett legen. Ich wehre ab, aber sie besteht darauf,ich müsse etwas schlafen. Im Bett sind die Schmerzen so stark, dass ich mich übergeben muss.


Nach dem Spaziergang sind wir bei 4-5 cm. Ich schöpfe Mut. T. lässt frisches Wasser in den Pool, mein Repertoire an Techniken den Schmerz zu verarbeiten ist quasi aufgebraucht. Ich steige ins Wasser, was die Wehen noch stärker macht. Ich frage  mich was H. die ganze Zeit Telefoniert. T. ist bei mir und drückt mir mit der Hand gegen das Kreuz. Wir finden keine Position in der ich bleiben kann. Mit ist so kalt. T. schüttet warmes Wasser in den Pool, immer mehr, aber die Kälte bekomme ich nicht aus den Knochen.

Dann steigt er zu mir, und es wird wunderbar. Ich lehne mich an ihn an, er hält mich fest. Während einer Wehe kann ich mich auf die Atmung einlassen. Ich spüre die Schmerzen, aber verkrampfe mich nicht. Ich bin sicher in seinen Händen. Er und H. drücken mir unten gegen mein Kreuz. H. muss sich dafür über den Pool beugen. Sie ist schon alt, ich glaube es ist anstrengend für sie.

Aber T. ist da, und ich fühle mich so sicher, dass ich in den Wehenpausen einschlafen kann.

Ich weiß nicht wie lange wir in der Wanne sind, irgendwann schaue ich auf die Uhr und es ist 17 Uhr, wir sind also bei 19 Stunden Wehen. Jetzt merke ich wie sich der Schmerz verändert, ich spüre einen Druck nach unten, und möchte mitarbeiten.


H. fängt an ihre Kolleginnen durchzutelefonieren, sie hätte gern jemand zweites bei der Geburt dabei. Der Muttermund ist bei 7 cm, sie merkt, dass etwas weiter geht. Sie wird nervös. Zwischendurch geht sie immer wieder telefonieren, was mich verunsichert. Später erzählt mir T., dabei ging es um ihren Urlaub.


H. sagt, ich soll aus der Wanne steigen, aber ich möchte nicht, hier ertrage ich die Schmerzen am besten. T. ist bei mir und ich habe das Gefühl die Situation zu verstehen, und ihr Herr zu sein.

Dennoch steige ich aus der Wanne, und von da an läuft nichts wie geplant. Die Schmerzen sind unerträglich und ich wehre mich mit aller Kraft dagegen. Ich merke, wie verkrampft ich bin, dass ich falsch atme, und das Ziel aus den Augen verliere. In der Wohnung ist mittlerweile Chaos.

H. setzt mich auf den geburtshocker, und ich schreie auf. Ich glaube sie ist genervt, weil ich nicht tue was sie möchte. Mir beginnt die Situation zu entgleiten, und T. ist ganz weit weg- als hätte er bei H. keinen Platz mehr. Ich möchte das alleine machen, zurückgehen ins Wasser. Ich klammere mich an die 7 cm und mache weiter.


Die zweite Hebamme kommt, T. erzählt mir später, sie habe ihn nicht einmal begrüßt. H. misst noch einmal meinen Muttermund, schließlich soll es bald los gehen, ich rechne mit 10 cm, erinnere mich an die Schmerzen , es muss doch etwas passiert sein. 7 cm. Seit 3 Stunden.


Wir versuchen verschiedene Positionen, in das kleine Zimmer passen nicht so viele Leute.

Die zweite Hebamme misst nur die Abstände auf ihrem Handy und sitzt neben mir, zu nah, ich kann nicht mehr nach innen hören, weil außen so laut ist. H. ist telefonieren. T., der arme muss mich seit 22 Stunden Massieren, es ist etwa 20 Uhr. Die Haut auf meinem Rücken ist zum zerreißen gespannt. Der Stresslevel steigt. Die Hebammen werden nervös. H. sprüht mit irgendwelchen Düften um mich herum, sie geben mir Globuli, und sagen ich soll mich ins Bett legen. Ich erinnere mich an die Schmerzen beim letzten Mal und sage nein, aber sie bestehen darauf. Eine wehe kommt, ich muss mich übergeben. Ich bin so müde, und die Schmerzen sind so schlimm geworden, dass ich keine Pause zwischen den Wehen mehr spüre. T. ist da und merkt wie meine Kräfte schwinden.

Mein Vertrauen in H. ist längst dahin. Ich will ins Krankenhaus, will dass die Schmerzen aufhören, habe keine Kraft mehr. Ich rede etwas von Kaiserschnitt. Ich will ihn nicht wirklich, nur deutlich machen, dass es so nicht mehr geht. Sie wird barsch. Ich solle an mein Kind denken, und endlich den Rücken rund machen. Nach so langer Zeit werde ich doch nicht aufgeben.


H. beugt sich über mich und sagt, sie wolle wirklich verstehen was in meinem Kopf vor sich geht. Warum ich meinen Rücken nicht rund mache. Ob ich nicht an mein Baby denke.


Wir fahren ins Krankenhaus. Dabei brettert sie über jede Geschwindigkeitsschwelle die es gibt, hält sich aber sonst ans Tempolimit. Wir haben keine Eile. Die Wehen kommen im Minutentakt, im Sitzen sind die Schmerzen kaum auszuhalten.


Die Tiefgarage ist 10 Minuten vom Krankenhaus entfernt. Alle 5 Meter kommt eine Wehe.


Der Portier hält uns auf, ob wir einen Termin haben. Es ist 22 Uhr. Ich habe sichtlich Wehen. Ich gehe weiter, die anderen fangen an zu diskutieren. Ich stehe im Lift und warte.


Wir kommen in der Geburtenstation an. Ich habe seit 24 Stunden Wehen. Die Schwester fragt, ob es um eine Geburt geht.

Wir waren nie bei der Besichtigung im Krankenhaus, ich kenne die Kreißsäle nicht.


Wir kommen in ein Kreißzimmer, die Hebamme stellt sich vor. Ich nehme sie gar nicht richtig war. Ob ich eigenes Gewand mit hätte. Ich nicke.


Sie fragt mich ob ich aufs Klo muss. Ich habe Angst während der Geburt Stuhl zu verlieren und nicke. Auf der Toilette kommt eine starke wehe, aufs Klo gehen kann ich nicht.

Als H. nicht dabei ist frage ich die Hebamme ob ich eine PDA haben kann bevor irgendetwas anderes unternommen wird. Sie ist verständnisvoll, erklärt mir die Möglichkeiten. Kurz greife ich zu einem pflanzlichen Mittel, aber schnell will ich den Kreuzstich. Der Anästhesist ist sehr nett. Er hat einen charmanten Dialekt und ist sehr ruhig.

Als mir klar wird, dass die gleich eine Nadel in mein Rückenmark stechen wollen bekomme ich Panik. Die Wehen kommen im Minutentakt, wie soll ich bei den Schmerzen still halten? Theresa, meine Hebamme nimmt mich zu sich, ich soll meinen Kopf an ihr Brustbein halten. Sie ist so ruhig. Ich schaffe es.


H. geht. Ich bin so froh darüber.


Als ich ins Krankenhaus gekommen bin hätte ich jeglichen Mut verloren, dass dieses Kind heute noch aus mir heraus kommt. Am liebsten hätte ich etwas Wehenhemmendes genommen, und einfach noch ein paar Tage gewartet, mich ausgeschlafen.

Die PDA wirkt und H. ist weg. Theresa, die Hebamme, die nicht älter ist als ich, ist großartig. Sie ist erst vor einem Jahr fertig geworden erzählt sie, aber ich könnte mich nicht besser aufgehoben fühlen.

Die Schmerzen hören endlich auf. Ich spüre die Wehen, aber kein Ziehen im Kreuz. Es kommt mir vor wie ein Wunder.


Sie lassen uns allein. T. schläft ein bisschen. Ich kann endlich Ins Bett. Auch ich schlafe in den Wehenpausen. Der Muttermund öffnet sich. Die Fruchtblase platzt.


Ich spüre wie die Austreibungsphase beginnt. Der Kopf Tritt ins Becken, und ich atme gezielt hinunter. Leicht schiebe ich bereits mit. Theresa hatte mir versprochen, dass es sich in ihrer Schicht ausgeht.

Es ist etwa 01:00


Theresa kommt zu uns, die Presswehen setzen ein. Aus Angst vor den Schmerzen habe ich so oft nachspritzen lassen, dass ich den Pressdrang nicht mehr spüre.

Theresa sagt mir wann eine Wehe kommt und ich presse so gut ich kann.

Theresa sagt mir immer wieder, dass ich es bald geschafft habe. Ich fühle mich so sicher bei ihr und T.. Ich spüre wie sich der Kopf nach unten schiebt. Nach jeder wehe geht er wieder zurück, was mich mutlos macht. Theresa sagt mir, dass sei normal.


Ich kann den Kopf schon ertasten. Da sind Haare. Theresa sagt sie sind blond. Ich halte mich an T. fest.


Ich wechsle vom Vierfüßler in die Seitenlage. Eine zweite Hebamme ist auch da, sie hält mein Bein.

Theresa sagt mir es kommt ein Arzt hinzu, routinemäßig. Er steht abseits im Eck und beobachtet nur.


Der Kopf kommt jetzt heraus.

Ich spüre, wie ich reiße.

Ich brülle. Und Presse so fest ich kann.

Es tut so weh.


Sie dreht sich. Die Schultern kommen heraus.


Ein unbeschreibliches Gefühl, wenn dieser Druck nachlässt. Alles tut noch weh, aber sie ist einfach herausgekommen, nach all den ganzen Stunden. Um 3:58, nach genau 30 Stunden Wehen.

Ich setze mich auf, beuge mich über sie. Sie liegt vor mir auf der liege. Blau, schleimig, winzig und gleichzeitig riesengroß. Sie spuckt Schleim und fängt an zu jammern. Ich frage ob ich sie nehmen darf, aber da halte ich sie schon in der Hand. Ich lege sie mir auf den Bauch. Ich frage Theresa ob sie gesund ist. Es ist alles gut.


Ich liege mit ihr da, Haut an Haut. Sie fängt sofort an zu suchen, dann brüllt sie, weil ich es nicht richtig mache. Als ich ihr endlich die Brustwarze richtig in den Mund schiebe fängt sie an zu saugen und hört nicht mehr auf. Da liegt dieses kleine Ding, meine Tochter, unsere Tochter, und obwohl es im Krankenhaus geschah, hatten wir sie zuerst auf dem Arm, niemand hat sie uns weggenommen. Sie wurde nicht gewogen und  gemessen bevor sie 2 Stunden alt war. Die Nabelschnur konnte auspulsieren, wir hatten mehr Ruhe und Geborgenheit als die ganze Zeit über mit H. zu Hause. Ich bin so froh über die Entscheidung doch hinein zu fahren, doch ins Krankenhaus, in das ich gar nicht wollte, dank dieser tollen, großartigen Hebamme und den netten Ärzten.


Ich wurde genäht, 3 mal. Gerissen bin ich 5 mal. Dieses Kind hat mir alles abverlangt. Aber ich spüre eine so enge Bindung zu ihr, und viel mehr als das spüre ich die Gewissheit, dass diese Bindung wachsen wird. Mit jedem weinen, jedem stillen, jedem Lächeln und streicheln. Ich merke, wie ich von Tag zu Tag mehr zu einer Löwenmama werde, sie nicht ablegen und niemandem in die Hand drücken will. Ich merke, dass sie sich bei mir wirklich schneller beruhigt als bei anderen, und über dieses Wunder kann ich nur staunen, denn Sie kann doch gar nicht wissen, dass ich ihre Mama bin.


Ich bin traurig, dass die Schwangerschaft vorbei ist, fühle eine leere in mir, als hätte ich etwas verloren. Das Kind, das mir monatelang seinen Hintern entgegen gestreckt hat, wenn ich meinen Bauch gestreichelt habe, war plötzlich weg, stattdessen war da dieses Mädchen, dieses blaue, schleimige, dass auf dieser Liege gelegen hat.

Und nun ist auch sie weg, und in meinen Armen liegt eine perfekte Schildkröte, von der ich schon erahnen kann was sie wann will, dessen Gesicht ich jetzt schon kenne, und doch immer wieder voll stolz bewundere. Und die Vorstellung, dass diese drei verschiedenen Wesen, ein und die selbe sein sollen, nämlich unsere Tochter, unser Baby, unsere No, die ist völlig verrückt. Nicht nahvollziehbar. Und doch wunderschön.

Ich fühle eine Liebe zu ihr, die mir beinahe Angst macht. Es macht mich hilflos zu sehen, dass diese Liebe so bedingungslos und stark ist, dass ich ihr nie werde auskommen können, sie nie werde verstehen können. Es macht mich traurig, wie die Stunden vergehen, wie sie größer wird, in jeder Minute, wie ich mein Bauchbaby und das Blauschleimbaby verloren habe, auch wenn es mir geschenkt wurde, und ich weiß, dass ich diese Veränderung noch ganz oft werde erleben werde. Und wenn die Hormone sich dann eingependelt haben, werde ich wahrscheinlich auch mehr stolz als Trauer empfinden.


No.

Unser Kind.

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Keine Kleinigkeit. | ET+9

Wir stehen auf einem Spielplatz, wir zwei. Du neben mir, deine kleine Hände strecken sich nach meinen. Wir haben den Babybereich verlassen. Jetzt sind wir hier, auf dem großen Platz, den wir beide seit vielen Monaten begutachten. Erst skeptisch, wir waren sicher in unserem kleinen Bereich. Wir lagen in der Wiese,  schaukelten auf dem kleinen Pferdchen, spielten in der Sandkiste. Die großen Kinder neben uns winkten uns zu, wenn sie auf das Klettergerüst stiegen, von ganz oben winkten sie, und sehen zu uns herüber. Wir winkten zurück, und waren froh zu sein wo wir sind.

Einige Wochen später ertappe ich mich dabei, wie ich hinüber schaue auf das Klettergerüst, und mir vorstelle, wie wir beide da drüben spielen, bei den großen Kindern. Ich stelle mir vor, wie deine kleinen Hände sich festhalten und Stufe um Stufe erklimmen. Vor allem stelle ich mir vor, wie ich mich fühle, wenn ich dich dabei beobachte, wenn du hinauf kletterst. Wie stolz ich wäre auf dich, und wie erwachsen du aussehen würdest. Wie nah ich mich dir fühlen würde, wenn du mir von da oben in die Augen sehen könntest.

Jetzt, viele Monate später, bist du bereit, du stehst neben mir, vor dem großen Klettergerüst. Du hast noch etwas Angst, bist aber schon so neugierig. Du suchst Sicherheit. Du brauchst mich noch. Es ist ein neuer Weg, den du gehen möchtest, aber du willst ihn noch beobachten, dich langsam vortasten, Stufe für Stufe erklimmen. Und dazwischen willst du bei mir sein, dich von mir beschützen lassen. Dich in mir verkriechen.
Ich habe das gerne gemacht. Habe dich Zuflucht suchen lassen. Habe dich den neuen Ort in Ruhe beobachten lassen. Dir zugesehen, wie du die ersten Schritte darauf hin machst, die ersten Sprossen erklimmst. Und am Abend, da habe ich dich zu mir genommen, gehalten wie ein Baby, und dich an meiner Haut einschlafen lassen.

Leider war ich ungeduldig. Schon bald war meine Neugier zu groß, mein Ehrgeiz zu stark. Ich wollte dich da oben sehen, auf dem Klettergerüst. Ich wollte dich ansehen, deinen Blick einfangen. Ich wollte mich dir noch näher fühlen. Ich meinte es gut, ehrlich. Ich dachte ich tue dir Gutes, dachte ich würde dir helfen, wenn ich mit dir zur Sprossenwand gehe. Wenn ich dich hoch hebe, bis zum nächsten Schritt. Ich sah, dass du es versuchtest, dass deine Hände sich streckten, deine Füße versuchten Halt zu finden.  Doch du schafftest es nicht. Ich hob, ich zog und drückte, ich meinte es so gut. Ich wollte dir helfen, wollte, dass du es schaffst. Ich redete dir gut zu, setzte dich unter Druck. Versprach dir eine Belohnung, erzählte dir von der Aussicht. Ich dachte du bräuchtest das. Doch mit jedem Tag der verging, mit jedem ziehen und zerren, jedem gut zureden und anstupsen, tatest du weniger. Du bemühtest dich nicht mehr. Du warst überfordert und so allein. Statt dich zu schützen setzte ich dich unter Druck, zog und zerrte an dir. Schließlich war es schon Zeit. Seit Monaten stand es im Kalender, und obwohl ich wusste, dass es länger dauern könnte, hielt ich an diesem Termin fest. Auch wenn es dir zu schnell ging, auch wenn du noch nicht so weit warst.

Wir stehen auf einem Spielplatz, wir zwei. Du neben mir, deine kleine Hände strecken sich nach meinen. Wir haben den Babybereich verlassen. Ich nehme deine Hände, hocke mich zu dir. Ich halte dich fest. Gemeinsam stehen wir hier, am Rand, und beobachten das Geschehen. Irgendwann wirst du hin gehen, zum großen Klettergerüst. Irgendwann wirst du Sprosse um Sprosse erklimmen und oben ankommen. Es wird sein, als wären wir uns dann viel näher, und gleichzeitig werde ich merken, wie nah wir uns schon zuvor waren, auf eine Art und Weise, wie es nie wieder werden fühlen können. Ich werde jeden deiner Schritte beobachten, werde Angst haben, und zittern ob du oben heile ankommen wirst. Aber ich werde dich deinen Weg alleine gehen lassen. Ich werde da sein. Und wenn du ihn geschafft hast, werde ich dich in den Arm nehmen, dich fest halten und bei dir sein.

Es wird sein, als wäre es immer schon genau so gewesen. Es wird gerade erst begonnen haben.

Bestandsaufnahme

Mein liebstes Kind.

Es ist so weit: Wir beide sind in der Zielgeraden. Ich spüre, dass du ordentlich gewachsen bist in den letzten Wochen. Fühle deine Füßchen in meiner Seite, wenn ich mir über meinen Bauch streichle, dann steckst du mir deinen Popo entgegen. Ganz oft hast du Schluckauf, den spüre ich tief im Becken, und spätestens da weiß ich wieder, dass du dich bereit machst, ganz bald in unser Leben zu kommen. Du liegst seit Wochen fest im Becken, manchmal, wenn du zu viel herum turnst, spüre ich kleine Stiche im Muttermund, das tut dann richtig weh.

Gegen Abend bin ich immer so müde, dass ich es ohne die Hilfe deines Vaters kaum noch vom Sofa hoch schaffe. Jeder Schritt ist dann anstrengend, und ich fühle mich wie eine Elefantenkuh, mit den Händen in den Hüften. Schnaufend, keuchend und watschelnd bewege ich mich dann vorwärts und denke mir: Mein lieber Schatz, bitte, bitte, mach dich doch auf den Weg zu uns. Ich möchte meinen Bauch zurück. Ich möchte meine (mittlerweile geliebte) Größe 44 zurück, die mich die letzten Jahre  so gestört hat.  Ich möchte mich bewegen können, und die Wohnung auf eigene Faust umbauen. Nicht mehr für jeden Handgriff Hilfe brauchen, überhaupt nicht mehr auf Hilfe angewiesen sein.

Meist lege ich mich dann ins Bett, und schlafe innerhalb von Minuten ein. Gestern haben wir dein Bettchen überzogen, dass direkt neben unserem steht. Beim einschlafen habe ich eine lustige Angewohnheit. Da dein Papa immer nach mir schlafen geht, lege ich meine Hand auf seinen Polster. Das fühlt sich sicher, und geborgen an, weil ich weiß, dass er in wenigen Stunden nach kommen wird, und sein Gesicht in meine Handfläche legen wird. Gestern habe ich meine Hand auf deinen Polster gelegt.

In der Nacht, wenn ich mich an deinen Papa kuschle, meinen Bauch an seinen Rücken lege, wacht er manchmal auf, weil du so viel strampelst und ihm in den Rücken trittst. Ich merke davon nichts. Du lässt mich immer noch durchschlafen. In der früh bin ich darüber so verwundert, dass ich immer erst ein paar Sekunden brauche um mir zu versichern, dass du noch da bist, und mein Bauch wirklich noch so rund. Seit Monaten ist das jeden Tag mein erster Gedanke.

So kugelrund ich auch bin, untertags fühle ich mich, als könnte ich Bäume ausreißen. Meist ist mein Elan dann größer als mein Körper flexibel, und so laufe ich motiviert los, wenn ich den Bus einfahren sehe, nur um zwei schritte später zu merken, dass das einfach im Moment nicht geht. Ich greife nach dem schweren Wäschesack, den ich vom Keller in die Wohnung tragen möchte, und bin verwundert, dass ich alle Halbstöcke eine Pause machen muss. Ich organisiere meinen Stundenplan für das nächste Semester, und bin so voll Motivation, dass ich mehr Übungen plane, als ich die letzten beiden Semester gemeinsam geschafft habe. Fast jeder Tag der nächsten zwei Wochen ist ausgebucht. Fast immer stehen irgendwelche Beschäftigungen, Besuche, Termine an. Zeitgleich kümmern wir uns um die Zulassung zum Studium für deinen Papa, suchen und buchen Kurse, versuchen unseren Kontostand dabei zu vergessen. Leider hat das mit den Förderungen nicht so geklappt, wie wir das gehofft haben. Es beruhigt mich, dass unsere finanzielle Situation nur in dieser, ersten Zeit mit dir, meiner Studienzeit so knapp sein wird.

Die Wohnung ist noch lange nicht fertig. Dein Papa ist noch arbeiten, und ich kann alleine wenig tun. Also bleibt im Moment vieles liegen, was ich so kurz vor deiner Geburt schon erledigt haben wollte. Für die Geburt ist zwar das meiste, aber noch nicht alles vorbereitet. Kleinigkeiten fehlen noch. Die Folie für den Geburtspool, ein Probe-aufblas-wassereinlass-durchgang und ganz viel Aufräumen. Du spürst das, und machst keine Anstalten früher zu kommen. ich freue mich darüber, auch wenn ich glaube, dass du ein ziemlich großes Baby wirst, und wohl schon jetzt über 3 kg wiegst. Weil das unserer Hebamme aber egal ist, bin ich sehr gelassen. Du darfst kommen wann immer du möchtest. Du darfst wiegen und zunehmen, du darfst alles was du willst. Wir werden auf dich warten.

An manchen Tagen liege ich den ganzen Tag am Sofa. Ich sehe fern, und ärgere mich, dass ich so faul bin. Manchmal mehrere Tage hintereinander, diesen Sommer war es so schlimm, dass ich kaum die Wohnung verlassen habe. Jetzt genieße ich den Herbst. Das Faulenzen kann ich nicht genießen. Immer habe ich das Gefühl, ich müsste etwas tun, etwas schaffen, etwas voran bringen. Ich entschuldige mich bei deinem Papa, weil ich jeden Tag alles liegen lasse, und er es am Abend wegräumen muss. Jetzt ist diese Phase Gottseidank wieder vorbei. Jetzt kann ich anpacken, planen, leben.

Ich habe noch nicht einmal ansatzweise realisiert, was es bedeutet, dass da so ein Wurm in mir drinnen ist. Dass du dir uns als Eltern ausgesucht hast. Dass bisher alles so glatt gelaufen ist, und du alles richtig machst kann ich nicht fassen. Und dass sich unser Leben danach ändern wird, kann ich mir noch gar nicht vorstellen. Dass du dann bei uns bist, für immer. dass du hierbleibst, und nicht nur kurz Urlaub machst. Dass du älter werden wirst, und wir auch. Dass du uns vor Herausforderungen stellen wirst, denen wir jetzt nichtmal annähernd gewachsen wären. Und: dass wir das schon machen werden, dein Papa, Ich, und Du. Dass wir unseren Weg finden werden.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dann immer jemand hier sein wird, in unserer kleinen Wohnung, dass wir kaum noch Privatsphäre haben werden. Wahrscheinlich müssen wir dann aufpassen was wir wann, wo, und wie sagen und tun. Werden vielleicht dein Vorbild sein, ob du das willst oder nicht. Die Art wie wir unser Leben leben, wird das deinige Beeinflussen. Die Art wie wir miteinander Reden, miteinander umgehen, wird dir eine konkrete Vorstellung von Familienleben geben. Wird deine Rollenbilder prägen, wird mitbestimmen, wie du dich später in einer Beziehung verhalten wirst. Wie du dich selbst siehst, wie du dein Leben meisterst. Wir prägen deine Vorlieben, schon jetzt. Geschmack, Musik, Lesen oder Fernsehen?

Ich habe Angst, wenn ich daran denke, dass unser Leben sich ändern wird. Das schönste Leben der Welt, mit dem tollsten Mann, der besten Musik, und so viel Liebe und Geborgenheit wie ich es mir nicht hätte vorstellen können. Ich habe Angst, wenn ich daran denke, dass du für immer bei uns sein wirst. Dass es kein Probedurchlauf ist, sondern unser Leben, dass sich jetzt verändern wird. Ich kann es mir nicht vorstellen. Treffe mich mit Freunden. Gehe aus. Plane mein Studium. Sitze Tagelang vor dem Fernseher, ohne die Zeit zu nützen, ohne sie auch nur schätzen zu können. Kann mir nicht vorstellen, wie es sein wird, wenn du in meinen Armen liegst, und sich unser Leben plötzlich anders sein wird. Kann mir nicht vorstellen, wie  unser Leben als Er, als Ich und unser leben als Wir mit dem Leben als Mama und Papa zusammenpassen. Was sich ändern wird, und was vielleicht wirklich so problemlos funktionieren wird, wie wir uns das jetzt vorstellen.

Aber Mäuschen, komm zu uns. Schnapp dir den Mann, den besten aller Männer, nenn ihn Papa. Hör dir unsere Musik an, die schönsten Lieder der Welt, und lass dich fallen in unsere Liebe, in die Geborgenheit, die hier schon jetzt so präsent ist. Hab keine Angst. Ein bisschen er, ein bisschen ich und ganz viel Du. Wir sind schon so gespannt auf dich.


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Wenn ich meine Hand ausstrecke liegt sie auf deinem Polster.